Zeit des Umbruchs

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Die Umstellung auf ISO-20022-konforme Datenformate im Zahlungsverkehr kommt – wenn auch ein Jahr später. Und sie bringt weitere Veränderungen mit sich, nicht zuletzt bei SWIFT. Die dort geplante Transaction Management Platform (TMP) soll internationale Zahlungsflüsse transparenter und schneller machen. Aber sind solche zentralen Systeme auch sicher genug? Gibt es Alternativen? 

Zentrale Datenplattform als Entwicklungsziel

Zahlungsverkehrssysteme gehören zum Kern der Finanzinfrastruktur. Ein Ausfall wie bei TARGET2 im vergangenen Jahr wiegt schwer, die Aufregung darüber ist verständlich. Die Verschiebung der Umstellung auf ISO-20022-konforme XML-Datenformate im europäischen Zahlungsverkehr steht damit zwar nicht im Sachzusammenhang, gibt den Finanzinstituten aber natürlich zeitliche Spielräume. Die können sie brauchen, denn mit der Formatänderung wurden noch weitere Dinge ins Rollen gebracht. So hat SWIFT mit der TMP die Einrichtung einer zentralen Datenplattform für den Auslandszahlungsverkehr, basierend auf dem XML-Standard, angekündigt. 

Durch die zentrale Speicherung sämtlicher Transaktionsdaten können alle am Prozess Beteiligten jederzeit auf die Daten zugreifen. Für SWIFT ist das ein Paradigmenwechsel, weg vom reinen Informationsmittler hin zum vollgültigen Zahlungslogistiker. Die Plattformlösung bietet eine Reihe von Vorteilen:

  • Reduktion der Schnittstellen
  • keine Datenverluste zwischen den einzelnen Stationen
  • hohe Transparenz für alle Beteiligten
  • höhere Manipulationssicherheit
  • mehr Serviceangebote


Keine Einführung ohne Risiken

Allerdings birgt die Einführung der TMP auch einige Fallstricke. Da ist zunächst ein Ausfall des SWIFT-Netzwerks. Bei der zentralen TMP gingen im Extremfall sämtliche Aufträge eines bestimmten Zeitraums verloren. Bedenken der Banken, sich hier einen Single Point of Failure ins Haus zu holen, sind nicht völlig von der Hand zu weisen. Bei der Vertraulichkeit der Daten ist zu berücksichtigen, dass die Vereinigten Staaten schon direkte Zugriffsrechte auf den Datenbestand des SWIFT-US-Rechenzentrums verlangten. SWIFT baute als Reaktion darauf unter anderem einen Standort in der Schweiz auf.

Gibt es Alternativen zu SWIFT?

Im Prinzip ja – aber die Auswahl hält sich in Grenzen: Mögliche Kandidaten sind Internet-Zahlungsnetzwerke wie etwa Ripple. Erste Großbanken nutzen das System bereits probeweise. Noch nicht marktreif, aber in Zukunft auf jeden Fall eine mögliche Alternative stellen digitale Zentralbankwährungen dar (Central Bank Digital Currencies). Der E-Renminbi in China ist bereits in einigen Provinzen in der Erprobungsphase, die schwedische E-Krone hat unlängst den Testbetrieb begonnen. Die EZB dürfte mit dem digitalen Euro nachziehen.

Eine weitere Überlegung wert sind grenzüberschreitende Echtzeit-Bruttoabwicklungs¬systeme (englisch Real-Time Gross Settlement, RTGS). Allerdings kommen diese nicht eben häufig vor oder aber sind, wie SEPA, auf eine einzelne Währung festgelegt. Schließlich gibt es eigens als Alternative zu SWIFT aufgesetzte Kooperationen wie Support of Trade Exchanges (INSTEX). Dieses europäische System wurde eigens für den Handel mit dem Iran ins Leben gerufen. China ist mit CIPS einen ähnlichen Weg gegangen. Gänzlich anders, aber ebenfalls grundsätzlich auf der Kooperation der beteiligten Banken aufbauend, funktioniert Visa B2B Connect. In Europa ist der Service derzeit in ausgewählten Ländern verfügbar.

Aber selbst eine Lösung von SWIFT mittels einer der – raren – Alternativen befreit die Finanzinstitute nicht von der Verpflichtung, auf ISO-20022-konforme XML-Datenformate umzustellen. Gleichzeitig ist es für Banken ratsam, sich die durch TMP anstehenden Änderungen im Auslandszahlungsverkehr genau anzusehen und zu hinterfragen. In der Roadmap hin zu ISO 20022 ist durch die Verschiebung des Go-live-Termins etwas Zeit gewonnen – diese sollte jetzt sinnvoll genutzt werden!

Autoren: Sabine Aigner, Thomas Ambühler

Unterbrechungsfreier Zahlungsverkehr – wer wünscht sich das nicht?

Es gibt Softwaresysteme, die so kritisch sind, dass höchste Ansprüche an die Verfügbarkeit erforderlich sind. Zugegeben: Im Finanzbereich geht es normalerweise nicht gleich um Leben oder Tod. Aber bei Echtzeitbezahlverfahren oder Echtzeit-Autorisierungsprozessen werden immer höhere Anforderungen definiert und insbesondere Wartungsfenster nicht länger akzeptiert. Und dies zu Recht: Führt ein Wartungsfenster dazu, dass man den Kontoauszug eine Stunde später bekommt oder das Portal eine Stunde nicht erreichbar ist, mag das ärgerlich, aber zu verschmerzen sein. Kann der Bankkunde hingegen am Point of Sale plötzlich nicht mehr bezahlen oder seine Zahlung nicht in Echtzeit autorisieren, gewinnt der Ausfall eine dramatische Relevanz.

Daher ist mit Einführung von Instant Payments in Europa nach dem Autorisierungsprozess für Kartenzahlungen auch die Echtzeitüberweisung zu einem Einsatzbereich unterbrechungsfreier Systeme geworden.

Kommen wir zunächst zum Begriff der Unterbrechungsfreiheit. Ein unterbrechungsfreier Betrieb wird durch zwei verschiedene Eigenschaften beschrieben:

  1. Vermeidung geplanter Nichtverfügbarkeit
    Das System ist im Normalbetrieb permanent funktionsbereit. Es hat also keine periodischen Zeiten eingeschränkter Funktionalität, wie bei Tagesende oder Reorganisation.
    Das System ist so konstruiert, dass auch Releasewechsel während des Betriebs durchgeführt werden können und keine Downtime verursachen.
     
  2. Reduzierung der ungeplanten Nichtverfügbarkeit
    Das System ist auch bei Fehlerszenarien hoch verfügbar. Es gewährleistet also mit hoher Wahrscheinlichkeit den Betrieb trotz Ausfalls einzelner Komponenten. Diese Ausfallwahrscheinlichkeit wird berechnet oder gemessen als das Verhältnis der Produktionszeit zur Laufzeit, also der Zeit inklusive der Ausfallzeit, beispielsweise 99,99 Prozent. Insbesondere die Robustheit in Überlastszenarien ist hier von Interesse. Obwohl jedes System seine Grenzen hat, ist es eben ein Unterschied, ob jenseits der Belastungsgrenze alles zusammenbricht oder nur die zusätzliche Last nicht im Rahmen der Vorgaben abgearbeitet werden kann.

Die Begeisterung für das Thema lässt meistens beim Betrachten der Kosten erheblich nach. Es lohnt daher, architektonische Antworten zu finden und nicht alles nur auf die Infrastruktur zu verlagern. Dennoch wird auch die beste Software nur dann laufen können, wenn die Systemumgebung verfügbar ist. Ich möchte hier nicht näher auf hochverfügbare Infrastruktur, Betriebssysteme, Datenbanksysteme und Message Broker eingehen – all dies ist Grundvoraussetzung für ein unterbrechungsfreies Gesamtsystem. Ich möchte den Fokus auf die Softwarearchitektur legen. Diese kann es ermöglichen, Verfügbarkeitsanforderungen gezielt umzusetzen und dabei die Kosten im Griff zu behalten. 

Da Hochverfügbarkeit teuer ist, müssen zuallererst die kritischen Prozesse identifiziert werden. Es gilt also, die Frage zu beantworten, welche Prozesse wirklich immer funktionieren müssen und welche durchaus auch nachgeholt werden können. Im Echtzeitzahlungsverkehr sind beispielsweise die Sammlerprozesse weniger kritisch als die Einzelzahlungen.

Falls große Komponenten unter die kritischen Prozesse fallen, sollte analysiert werden, ob diese überbrückt werden können. Kann also eine alternative Komponente die kritischen Aufgaben einer großen nicht hochverfügbaren Komponente für die Zeit des Ausfalls ersetzen? Im Zahlungsverkehr kann etwa das Buchungssystem ein derartiges großes, nicht hochverfügbares System sein und die Onlinedisposition der kritische Prozess, den es zu überbrücken gilt.

Zahlungsverkehr als Ganzes ist selbstredend kein zustandsloser Prozess: Geld kann leider immer nur einmal ausgegeben werden, der Kontostand ist also ein relevanter Zustand und eine Bankensoftware muss dies natürlich genau abbilden können. Das führt in unserem Fall immer zum Einsatz von Datenbanken und zum Bedarf einer Persistenz vor und nach jeder relevanten Zustandsänderung. Gerade das Design des Datenbankmodells gibt den Ausschlag darüber, ob wir unser Ziel erreichen oder nicht. Hochverfügbare Prozesse sollen mit stabilen bzw. migrationsfreien Datenstrukturen arbeiten. Nur so kann vermieden werden, dass kritische Prozesse für eine Änderung des Datenbankschemas heruntergefahren werden müssen.

Bleibt das Thema Robustheit. In der Wissenschaft spricht man auch von Resilienz, wenn beschrieben wird, dass Störungen oder Teilausfälle von technischen Systemen nicht dazu führen, dass diese vollständig versagen. Im Zahlungsverkehr können solche Störungen Lastspitzen oberhalb vereinbarter Grenzen sein oder Umsysteme, die nicht so schnell antworten wie vereinbart. Auch Ausfälle bei Geschäftspartnern und damit ausfallende Quittungen in größerer Menge können Ausfälle verursachen. Wir haben in der reaktiven Programmierung ein Paradigma gefunden, das die gewünschte Robustheit durch die Orientierung an Datenflüssen ermöglicht. Eine Überlast kann so auf betroffene Bereiche gekapselt werden und dem störungsfreien Betrieb der restlichen Daten – in unserem Falle Zahlungen – steht nichts im Wege.


Autor: Thomas Riedel

Die europäische Retail Payments Strategy – eine kleine Erinnerung, was kommen wird

Die meisten von uns sollten es mitbekommen haben: Wer sich mit Zahlungsverkehr beschäftigt, kommt an der europäischen Retail Payments Strategy (RPS) nicht vorbei, die die EU-Kommission am 24.09.2020 veröffentlichte und in der sie Rahmenbedingungen für die zukünftige Ausrichtung des Zahlungsverkehrs in Europa kommuniziert. Das Papier ist lesenswert und enthält konkrete Handlungsempfehlungen und Ideen. Eine Strategie ist natürlich noch kein Gesetz. Es geht noch nicht um konkrete Regelungen oder Umsetzungstermine. Aber es ist absehbar, welche Änderungen früher oder später auf den Zahlungsverkehr zukommen. Es geht konkret um die nächsten 2-4 Jahre.
Die Retail Payments Strategy umfasst vier Säulen mit 17 Maßnahmen:

Die erste Säule beschäftigt sich mit digitalen und Instant-Zahlverfahren. Hier ist ein Punkt von besonders großer Bedeutung. Sollte die Verbreitung von Instant Payments (SCT Inst) bis Ende 2021 europaweit nicht ausreichend sein (sieht aktuell danach aus), wird es eine gesetzliche Verpflichtung geben, die das Angebot und die Akzeptanz von SCT Inst vorschreibt. Allerdings wünscht sich die EU-Kommission eine „SCT Inst Rückgabemöglichkeit“, um den Verbrauchern bei einer Überweisung ähnliche Rechte einzuräumen wie bei einer Kreditkartenzahlung (Chargeback). Des Weiteren soll es einen europäischen Standard für die Nutzung und Akzeptanz von Zahlungen mittels QR-Code geben, und eine digitale Identität soll gefördert werden. Auch soll die Akzeptanz bargeldloser Zahlungen ausgebaut werden.

In der zweiten Säule geht es um einen innovativen und wettbewerbsfähigen Zahlungsverkehrsmarkt. Hier ist die PSD2 als großer Punkt zu nennen. Zwei Jahre nach Inkrafttreten der letzten Ergänzungen ist der erhoffte Erfolg noch nicht uneingeschränkt sichtbar. Diverse Interpretationen bilden eine Vielzahl von Hindernissen, die auch innerhalb einzelner Länder existieren. Hier ist eine Überprüfung der aktuellen Umsetzung bis Ende 2021 geplant. Das Ergebnis bzw. die Erfahrungen sollen bis Mitte 2022 in einen Vorschlag für ein Open-Banking-Framework einfließen. Ob das Werk dann PSD3 heißen oder einen anderen Namen bekommen wird, wird nicht entscheidend sein.
In der dritten Säule geht es um effiziente und interoperable Zahlungssysteme. Hier geht es um die technische Infrastruktur, die europaweit verfügbar sein soll. Grenzüberschreitende europäische Zahlungen, auch von Mitgliedsländern mit abweichender Landeswährung, sollen in Echtzeit möglich sein.

Die vierte Säule umfasst einen effizienten internationalen Zahlungsverkehr. Zum effizienten Zahlungsverkehr gehört u. a. die Nachverfolgbarkeit von Zahlungen, die mit SWIFT gpi bereits in der Umsetzung ist. Auch die Nutzung von einheitlichen und modernen Formaten trägt dazu bei und wird von der weltweiten Umstellung auf ISO 20022 bereits begleitet. Zahlungen in Drittländer sollen grundsätzlich schneller und komfortabler werden.

Es bleibt spannend, welche konkreten Maßnahmen nun folgen werden. Wir wissen alle, dass eine Regulierung nie mit den Entwicklungen im Markt mithalten kann. Mit Verabschiedung der PSD2 hat z. B. kaum jemand geahnt, welche Vielfalt Biometrie, Sprachassistenten und zahlende Gegenstände (Ringe, Uhren, Armbänder) bereits heute im Alltag einnehmen. Der Gesetzgeber kann den Markt nur durch Rahmenbedingungen steuern. Die Retail Payments Strategy zeigt ein paar interessante Rahmenbedingungen, der Inhalt folgt zeitnah.

Die Retail Payments Strategy der EU im Original finden Sie hier:
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/?uri=CELEX:52020DC0592

Autor: Swaantje Anneke Völkel


Der digitale Euro soll wie Bargeld sein: sicher und anonym

Warum greift der Verbraucher zu Geldscheinen und Münzen, um zu bezahlen? Bargeld sorgt in erster Linie für Anonymität und Privatsphäre beim Bezahlvorgang. Vor allem in Deutschland genießt Bargeld nicht zuletzt aufgrund dieser Kerneigenschaften einen hohen Stellenwert als Zahlungsmittel. Die Coronakrise führt jedoch zu einem Umdenken in den Zahlungsgewohnheiten: Kontaktloses Bezahlen erfährt einen regelrechten Boom. In ihrer jüngsten Publikation „Report on a digital euro“ hat die Europäische Zentralbank (EZB) festgehalten, dass Bargeld zwar, vorrangig in Deutschland, noch das meistgenutzte Zahlungsmittel ist, dass aber ein deutlicher Trend zu mehr Nutzung von digitalen und innovativen Zahlungsformen erkennbar ist. Diese Veränderung im Zahlungsverhalten lässt sich nicht nur in Deutschland, sondern europaweit feststellen. 

Digitalisierung braucht digitales Geld

Der Zahlungsverkehr im Euroraum muss zukunftsfähig bleiben und auf kurzfristige Veränderungen reagieren können. Die Einführung einer „Central Bank Digital Currency“ (CBDC), eines digitalen Zentralbankgeldes, könnte ein wichtiges Sprungbrett sein, um Digitalisierung und Innovationen in der europäischen Gesellschaft auf ein neues Level zu heben. Die EZB definiert diesen digitalen Euro als ein elektronisches Abbild von Zentralbankgeld, das sowohl Bürgern als auch Unternehmen zur Verfügung stehen soll. Bargeld wird um den CBDC als weitere Zahlungsform ergänzt.

Die Ausgestaltung ist noch offen

Die EZB hat sich bezüglich der Ausgestaltung noch nicht festgelegt. Neben Überlegungen, welche Modelle möglich sind, hat die Zentralbank im oben genannten Bericht ihre (Schlüssel-)Anforderungen für eine solche CBDC definiert. In dem Bericht beschreibt die EZB, unter welchen Voraussetzungen die Einführung eines digitalen Euro notwendig ist und welche Ansätze zur Gestaltung möglich sind.

Feedback erwünscht

Eine breite Akzeptanz des digitalen Euros ist unabdinglich. Zur Beurteilung, wie die CBDC gestaltet werden sollte und welche Anwendungsfälle am besten geeignet sind, hat die EZB im Rahmen einer Online-Konsultation die öffentliche Meinung zu einem digitalen Zentralbankgeld in Europa eingeholt. Bürgerinnen und Bürger, Institutionen und Fachleute hatten die Möglichkeit, ihre Standpunkte und Lösungsvorschläge einzureichen. Das Feedback war enorm und zeigt das große Interesse an dem Thema: Über 8.000 Antworten gingen bei der EZB ein, erste Ergebnisse wurden bereits veröffentlicht. Demnach fordern mehr als jeder Dritte der Teilnehmer einen digitalen Euro, der die Privatsphäre bei Zahlungsvorgängen schützt. Ebenfalls ist der Wunsch nach Sicherheit und gesamteuropäischer Reichweite bei einer CBDC groß. Diese soll demnach die Kerneigenschaften von Bargeld widerspiegeln.

Entscheidung zur Jahresmitte

Weitere Ergebnisse der Befragung folgen im Frühjahr. Auf deren Basis sowie den Ergebnissen aus der vorangestellten internen Untersuchungsphase will die EZB Mitte dieses Jahres über den Start des Projektes zum digitalen Euro entscheiden.

Im Rahmen eines Online-Interviews auf „Reuters Next“ hat die EZB-Präsidentin Christine Lagarde mitgeteilt, dass sie von einer Einführung des digitalen Euros in den nächsten Jahren ausgeht – das neue Zahlungsmittel könnte also schon bald Realität sein.

Weiterführende Informationen:

Europäische Zentralbank: Report on a digital euro, Brüssel, Oktober 2020

Europäische Zentralbank: ECB digital euro consultation ends with record level of public feedback, 13.01.2021

Autor: Anja Kamping

EBICS als SaaS – EBICS in der Cloud

Ob bei Banken, Firmenkunden, Zahlungsdienstleistern oder Internetdienstanbietern: In all diesen Bereichen kommt heute in Europa EBICS zum Einsatz. Warum ist das so? Zum einen ist EBICS auf die im Firmenkundengeschäft üblichen Massenzahlungen ausgerichtet, zum anderen ist EBICS als eBanking-Standard in Europa etabliert. 

 

Ich benötige EBICS-Connectivity – muss ich EBICS selbst betreiben? 

All die EBICS-Markteilnehmer haben eines gemeinsam: Ihr Kerngeschäft liegt i.d.R. eben nicht primär im Betrieb und in der Abwicklung der EBICS-Kommunikation, sondern z. B. im Angebot und Verkauf der Bankprodukte, den Zahlungsverkehrsdienstleistungen und dem Internetgeschäft. Die Kommunikation muss funktionieren, und dabei will man sich auf einen Standard verlassen, um nicht mit jedem Partner eigene Verbindungslösungen aufbauen und unterhalten zu müssen.  
Damit man sich voll auf das Kerngeschäft konzentrieren kann, könnte es interessant sein, über das Konzept „Software as a Service“ für alle Leistungen rund um EBICS nachzudenken. So gibt es auch verschiedene Ansätze, EBICS-Services in der Cloud betreiben zu lassen. Servicenehmer könnten unter Umständen einiges an Kosten einsparen und so von einer höheren Flexibilität profitieren, da sich eine EBICS-Lösung schneller einführen lässt und zudem leichter erweitert oder reduziert werden kann.   
Gerade Banken mit einer kleineren Anzahl von potenziellen EBICS-Kunden scheuen die hohen Initialkosten, um einen EBICS-Bankrechner zu installieren und selbst zu betreiben. Lohnt sich dieser Aufwand und dessen Kosten für die anfänglich wenigen, vielleicht 50 – 100 Firmenkunden?

EBICS in der Cloud

Warum also den Service selbst betreiben? Weshalb nicht einen Dienstleister beauftragen, der das EBICS-Geschäft schon von Anfang an begleitet und damit in all seinen Facetten beherrscht?
Einen kompletten EBICS-Bankrechner als Service günstig einkaufen, das wäre es doch. Am besten dazu dann gleich auch das Web-basierte Firmenkundenportal, damit die Kunden schnell und ohne viel Aufwand in den Genuss des neuen Service kommen. Sowohl die Banken als auch die Firmenkunden können diese Services dann nutzen.

EBICS ist kein Service, bei dem es nur um einen entscheidenden Vorteil im Wettbewerb mit anderen Banken geht. Ein Angebot von EBICS und den entsprechenden Services des Zahlungsverkehrs gehört zum „Must-have“ einer Bank. Also warum sich nicht mit anderen die Initialkosten teilen und einen günstigeren Service in der Cloud nutzen?

EBICS in der Cloud: Vielleicht eine lohnende Handlungsoption. Oder?

Autor: Michael Lembcke

Request to Pay – kein Problem dank EBICS

Attraktiv für Verbraucher, wichtige Ergänzung des Kaufs am Point-of-Sale (POS) aus Geschäftskundensicht – so fallen derzeit die Bewertungen für Request to Pay (RTP) aus. Die neue Initiative für eine einheitliche Zahlungsaufforderung (EPC014-20) im europäischen Raum wurde im Juni 2020 vom European Payments Council (EPC) definiert.
Mit einer RTP-Lösung können Kunden ihren Einkauf nun auch direkt beim Kundenberater zahlen, ohne extra eine Kasse aufsuchen zu müssen. Das Einkaufserlebnis wird sich dadurch wesentlich verändern. Im Onlinehandel ist RTP im Vergleich zur Lastschrift die für den Anbieter bessere Zahlungsvariante, schließlich kann letztere gegebenenfalls widerrufen werden. Mit der aus dem RTP resultierenden Überweisung entfallen zusätzliche Gebühren, wie sie bei Kreditkarten, PayPal und ähnlichen Lösungen entstehen. Das gilt auch für darüber hinaus gehende Infrastrukturkosten der Prozessoren.

Ein weiterer Vorteil ist es, dass sich mit RTP alle Informationen transportieren lassen, die die folgende Überweisung aus Sicht des Zahlungsempfängers enthalten muss. Zielsetzung dabei ist eine möglichst vollautomatische Kontierung des Zahlungseingangs. Dies wird dadurch erreicht, dass jede der beteiligten Parteien dazu verpflichtet ist, die einmal erhaltenen Daten zur Weiterverarbeitung an die nächste Instanz weiterzureichen. Damit private Konsumenten diese neue Idee flächendeckend nutzen können, müssen aber zunächst entsprechende mobile Anwendungen für Zahlungspflichtige entstehen. Dies wird zweifelsohne passieren – wenn auch noch einige Zeit ins Land gehen dürfte.

Aktuell noch unklar ist in der EPC-Initiative, wie die propagierte universelle Erreichbarkeit des Zahlungspflichtigen einheitlich realisiert werden kann. Das Grundkonzept, dass der RTP-Empfänger beliebig adressiert werden kann, behindert in diesem Fall eine schnelle Umsetzung. Wie so häufig spricht der EPC auch diesmal davon, dass die neuen Service-Provider hier die Initiative ergreifen sollen. Viele Fragen stehen aber noch im Raum. Die Spezifikation lässt die Antworten offen und baut auf Lösungen der noch nicht vorhandenen künftigen Anbieter.

Genau hier liegt für die Banken die Chance zum aktiven Handeln – und zwar jetzt! Die EBA hat bereits einen für Europa einfachen und umfassend funktionierenden Vorschlag gemacht und setzt diesen bereits in Infrastrukturlösungen um. Das Konzept ist simpel und baut auf dem SEPA-Clearing der Europäischen Union auf. Im RTP-Netz der EBA werden die Zahlungspflichtigen eindeutig mit ihrer IBAN identifiziert. Über das ZV-Clearing der EBA lässt sich nun jede Bank des Zahlers identifizieren und erreichen. Damit erhalten die europäischen Banken wieder Kontrolle im Massenzahlungsverkehr und haben eine europaweite Alternative zu den vielen untereinander mobilen, jedoch inkompatiblen nationalen Zahlungsverfahren im Angebot, insbesondere auch PayPal.

Erhält das Finanzinstitut des Zahlers einen RTP, setzt es den Betreffenden von der Zahlungsaufforderung über bereits vorhandene Online-Banking-Kanäle in Kenntnis. Idealerweise geschieht dies direkt mittels der zugehörigen App der Bank auf einem Mobilgerät. Der Zahlungspflichtige kann dann die Ware sofort bezahlen. Hierfür sind jedoch noch Aktualisierungen der Kundensysteme bei Unternehmen und Zahlern notwendig.

Ebenso wie im B2C-Geschäft lässt sich RTP auch im B2B-Geschäft nutzen. Zumal die Einführung sehr viel einfacher und schneller möglich ist als im Konsumentengeschäft. Mit dem EBICS-Protokoll nutzen schon massenhaft Unternehmen einen Kanal, der sich sehr einfach für RTP erweitern lässt. Häufig reicht schon eine einfache Konfigurationsanpassung in Form von neuen Auftragsarten. So können nun Unternehmen durch Einreichung eines RTP-(pain.013)-Auftrags eine Zahlungsaufforderung an ein anderes Unternehmen versenden. Dieses erhält die Zahlungsaufforderung ebenfalls per EBICS. Als Zieladresse reicht einfach die IBAN, und der Rest läuft europaweit elektronisch – und zwar über die vorhandenen Netze der EBA als zentraler Clearingplattform. Somit ist im Prinzip schon mal jede Firma und jeder Kontoinhaber im SEPA-Raum erreichbar. 

Die zugehörigen Statusrückmeldungen signalisieren dem Rechnungsaussteller in kurzer Zeit, ob der Zahlungspflichtige den gesendeten RTP ablehnt oder akzeptiert. Im letzteren Fall kann die Ware versendet werden. Nicht immer muss die Zahlung sofort initiiert werden, auch Zahlungen zu einem späteren Zeitpunkt werden von der RTP-Spezifikation unterstützt. Beim RTP-Verfahren werden grundsätzlich zwei verschiedene ISO-XML-Formate (pain.013.001.07, pain.014.001.07) genutzt. Bei Bedarf lässt sich auch ein Rückruf implementieren. Alles ist einfach per EBICS transportierbar.
Für eine komfortable Nutzung von RTP können nun die EBICS-Kundensysteme und Firmenkundenportale entsprechende Erfassungs- und Upload-Funktionen umsetzen und die Statusrückmeldungen in ihren Oberflächen anzeigen. Sollte einmal keine Reaktion des RTP-Empfängers erfolgen, lässt sich der Status jederzeit aktiv nachfragen. Oder es kann durch einen Recall (pain.056) ein Rückruf des RTPs initiiert werden.

Da sich die existierenden SEPA-Überweisungen oder Instant Payments im Prozess verwenden lassen, rücken sekundenschnelle Zahlungen und Kontoeingangsmeldungen in den Bereich des Möglichen. Der Vorteil eines RTP gegenüber einer Lastschrift liegt auf der Hand: Es sind keine aufwändigen Mandate sowie deren Lagerung notwendig. Zudem sind solcherart geleistete Zahlungen per se nicht rückrufbar. Für den Händler reduziert RTP damit das Risiko eines Lastschriftwiderrufs, das sonst für einige Wochen existiert.

Für Unternehmen ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die Voraussetzungen für RTP zu schaffen. Dann sind sie bereit, wenn die Konsumenten das neue Zahlungsformat jederzeit, mobil und ortsungebunden einsetzen können.

PPI wird in 2021 in den TRAVIC-Produkten die Voraussetzungen für einen europaweiten Erfolg des RTPs schaffen. TRAVIC-Port wird die Erfassung und den Upload von RTP ermöglichen, TRAVIC-Corporate übernimmt die Autorisierung des Einreichers und Validierung des RTP-Auftrages und der TRAVIC-Payment Hub mit TRAVIC-Interbank wird die Weitergabe in das EBA-Netz unterstützen. Banken können durch RTP ihre ehemals zentrale Bedeutung im Zahlungsverkehr, die sie an alternative Verfahren wie PayPal und ähnliche verlorenen haben, wenigstens teilweise wiedererlangen.

Autor: Michael Schunk

Zahlungsverkehr 2021: Keine Atempause

Für die europäischen Zahlungsdiensteanbieter neigt sich ein herausforderndes Jahr dem Ende zu. Corona war auch hier das alles bestimmende Thema. Im Individualzahlungsverkehr, verstanden als Interbanken- und Auslandszah-lungsverkehr, ist Corona mitursächlich für die Verschiebung der TARGET2-Konsolidierung und der SWIFT ISO20022 Umstellung. Für den kartengestützten Zahlungsverkehr brachte die Pandemie negative, aber auch positive Effekte: Zum einen führte Corona zu einem massiven Schub an kartenbasierten und hier insbesondere kontaktlosen Transaktionen. Solch eine Entwicklung hätte normalerweise mehrere Jahre gedauert und zudem signifikante Marketinginvestitionen der großen Card-Schemes erfordert. Auf der anderen Seite erlitten viele Marktteilnehmer im Kartengeschäft coronabedingt massive Umsatzeinbrüche – insbesondere diejenigen, die stark im Bereich Gastronomie, Reisen und Events engagiert sind. 

Wer nun denkt, dass es in 2021 für die Zahlungsverkehrsbranche eine Atempause gibt, irrt. Schließlich gehen im kommenden Jahr gleich zwei konkrete Projekte live. Andere Vorhaben müssen schon vorbereitet werden, auch wenn der tatsächliche Marktstart erst 2022 oder später geplant ist. Zusammen mit den ohnehin schon gravierenden strukturellen Marktumbrüchen betrachtet, verdichtet sich der Eindruck, die Branche stehe vor einer Alpenüberquerung unter erschwerten Bedingungen.

Aber der Reihe nach: Unter den konkreten Themen des kommenden Jahres fällt die anstehende Einführung von Request to Pay (RTP) auf. Mit Start dieses Standards im Sommer 2021 wird der Zahlungsverkehr um einen wichtigen Bau-stein ergänzt (Siehe hierzu auch unser Whitepaper Teil 1 und Teil 2) . Viele Unternehmen drängen die Finanzdienstleistungsbranche seit Langem, mit dem Auf- und Ausbau von RTP zügig voranzuschreiten (Lesen Sie hierzu auch den Survey der EBA). Denn mit RTP werden Anwendbarkeitslücken in oder zwischen den existierenden Verfahren geschlossen. Dazu gehört die möglich werdende Verbindung von Rechnungs- und Zahldaten. Dies erleichtert die Abstimmungsprozesse im Rechnungswesen vieler Unternehmen erheblich. Oder die bisher fehlende Möglichkeit, Zahlungen am Point of Sales (POS) ohne Terminalstruktur elektronisch entgegennehmen zu können. Die Einrichtung eines POS wird mit RTP einfacher und mobiler. 

Zur weiteren Durchdringung von Echtzeitüberweisungen gemäß dem SCT Inst Scheme hat der EZB-Rat entschieden, dass alle in TARGET2 erreichbaren Zahlungsdienstleister, welche das SCT Inst Scheme gezeichnet haben, in TIPS (TARGET Instant Payment Settlement) erreichbar sein müssen. Entsprechend muss die Erreichbarkeit in TIPS entweder über eine direkte Teilnahme dort mit eigenem Konto oder über die Reachable-Party-Funktionalität gewährleistet sein. Darüber hinaus sollen alle ACHs (Automated Clearing Houses), welche Instant Payments anbieten, ihre technischen Konten von TARGET2 nach TIPS verlagern. Die Umsetzung der Beschlüsse ist für Ende 2021 vorgesehen.
Immerhin erfordern nicht alle 2021er-Themen von den Zahlungsdiensteanbietern eine derart große Betriebsamkeit: Die Anpassungserfordernisse aus den November-Changes des EPC sind eher überschaubar. Ob man das auch für die DFÜ- und SWIFT-Changes sagen kann, steht noch nicht fest. Es ist aber – zumindest für den reinen Zahlungsverkehr – sehr wahrscheinlich. Größere gesetzliche Fälligkeitsdaten stehen ebenfalls nicht an.

Aber es gibt natürlich noch all die Zahlungsverkehrsvorhaben, die in 2022 und den Folgejahren umgesetzt – und somit in 2021 vorbereitet – werden müssen. Eines der wichtigsten Projekte ist die weltweit anstehende Umstellung des Zahlungsverkehrs auf das ISO-20022-Format.
Im Individualzahlungsverkehr müssen beispielsweise die in 2022 anstehende TARGET2- und die in 2022 beginnende SWIFT-Umstellung vorbereitet werden. In beiden Bereichen stehen neben der reinen Formatumstellung umfangreiche Änderungen in den Abläufen an, wie etwa veränderte Zugangsmechanismen zu den entsprechenden Plattformen. Nach übereinstimmenden Schätzungen geht jedes dieser Projekte über die Dimensionen von SEPA hinaus. 

Im Massenzahlungsverkehr (SEPA) müssen sich Zahlungsdiensteanbieter für die in 2023 anstehende Umstellung der SEPA Schemes auf die (neuere) ISO-Version 2019 fit machen.
Angesichts der mit diesen Umstellungen verbundenen Kosten werden in 2021 Banken – vornehmlich Tier-2-Institute – die Abwicklung des Zahlungsverkehrs zunehmend auslagern oder zumindest Zahlungsverkehrssoftware „As a Ser-vice“ einkaufen. Die entsprechende Nachfrage ist bereits spürbar. Zudem dürften die Stimmen lauter werden, die nach günstigen, zentralen Angeboten für bankenübergreifende Services, wie beispielsweise Sanctions Screening oder KYC, rufen.
Schlussendlich müssen Banken und Finanzdienstleister 2021 Antworten auf anstehende strukturelle Marktumbrüche finden:

  • Die Weiterentwicklung der European Payment Initiative (EPI): Gelingt es, eine einheitliche, innovative gesamteuropäische Zahlungslösung als Alternative zu bestehenden internationalen Zahlungslösungen und -systemen zu schaffen?
  • Den weiter zunehmenden Druck von EU-Kommission und EU-Parlament auf die Interchange-Gebühren: Wie können Issuer auf eine mögliche „Zero-Interchange“-Regulierung reagieren? Wie sehen zukünftige Ge-schäftsmodelle aus?
  • Die sich andeutende Verpflichtung aller Banken durch den EU-Gesetzgeber, Instant Payments anzubieten sowie die stärkere Berück-sichtigung von Verbraucherinteressen in der Rückabwicklung von Instant Payments Zahlungen. Sind die bestehenden Verarbeitungssysteme in der Lage, die zusätzlichen Mengengerüste zu verarbeiten?
  • Die deutliche Konsolidierung von Abwicklungsdienstleitern, namentlich die Bildung zweier Konglomerate durch EquensWordline einerseits und NEXI/SIA/Nets andererseits: Was bedeutet das für die Zukunft von kleineren und mittleren Dienstleistern, insbesondere im Acquiring? 
  • Die zunehmende Verwischung der Grenzen zwischen kartengestütztem und klassischem Zahlungsverkehr, wie beispielsweise die Aktivitäten von Mastercard (über Vocalink) im Clearing klassischer Bezahlverfahren: Wird es langfristig eine weitere Clearinginfrastruktur im Massenzahlungsverkehr geben? 
  • Die anstehende Einführung von digitalem Geld, in Form von digitalem Zentralbankgeld aber auch in Form von Libra: Welche Auswirkungen hat das auf Bargeld oder kartenbasierte Zahlungen? Was bedeutet dies für die Rolle und das Geschäftsmodell von Banken?
  • Die Konsequenzen der zunehmenden Verbreitung des Internet of Things (IoT) für den Zahlungsverkehr. Nur mit vollkommen autonomen, unterbrechungsfreien Zahlungsströmen zwischen den verbundenen Geräten können die Potenziale des IoT gehoben werden (Vgl. unsere Studie zum Thema Internet of Payments). Wie können dabei Compliance-anforderungen und IT-Sicherheitsaspekte erfüllt werden? Wie müssen die Verarbeitungssysteme für zusätzliche Milliarden von Transaktionen aufgerüstet werden?

Am chinesischen Neujahrstag 2021 beginnt das Jahr des Büffels. Die chinesische Astrologie schreibt ihm Geduld und Fleiß zu. Er ist stark und überwindet alle Schwierigkeiten. Die Zahlungsverkehrsbranche kann ihn gut gebrauchen.

Autor: Hubertus von Poser (Head of Consulting Payments)