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EBICS einrichten – einfach Schritt für Schritt

Als Standard bietet EBICS maximale Sicherheit für den reibungslosen europäischen Zahlungsverkehr. Dafür muss jedoch auch von allen Beteiligten etwas getan werden. Das Initialisieren und Einrichten von Bankzugängen, Teilnehmern und Rechten ist notwendig und erfordert aufmerksame Konfigurationsschritte. Das hohe Potenzial des Multibankings benötigt wiederholte Schritte, die normalerweise an den unterschiedlichen Stellen verteilt und dezentral ausgeführt werden. Komplexe, vernetzte Anwendungen auf lineare, einfache Abfolgen für den Nichttechniker zu reduzieren ist dabei die Kunst der Konzeption nutzerorientierter Software.
Dass sich dies auch komfortabel, einfach und schnell durchführen lässt, beweist der kompakte Einrichtungsassistent, den PPI für sein Firmenkundenportal TRAVIC-Port entwickelt hat. Die Zielgruppe ist hier der Administrator auf Kundenseite - denn Self-Service ist Trumpf in modernen Kunde-Bank-Beziehungen. Den direkten Zugriff auf essenzielle Administrationsvorgänge zu erlauben, schafft schnelle Prozesse ohne Umwege über den Anbieter.

Zugegeben: Wer einen neuen EBICS-Benutzer anlegen möchte, muss ziemlich häufig klicken, aber eben Schritt für Schritt zielgerichtet geführt. Das gilt auch für die PPI-Produktwelt, namentlich TRAVIC-Port. Das System benötigt von jedem einzelnen Benutzer eine Kennung, die Stammdaten sowie das Startpasswort und ein für die spätere Anmeldung verwendetes Sicherheitsmedium. Jeder Benutzer nimmt zudem verschiedene Rollen ein, verfügt über unterschiedliche Berechtigungen und häufig mehr als eine Bankverbindung. Da TRAVIC-Port multibankenfähig ist, müssen auch die jeweiligen Bankzugänge angelegt werden. Häufig übernimmt auch die Hauptbank für ihre EBICS-Firmenkunden diese Aufgabe – und das bedeutet meist lange Telefonate, in denen der Bankmitarbeiter all diese Informationen abfragt.

Der Anwender des Portals findet einen neuen Eintrag direkt auf der Startseite (vgl. Abb. 1) Über diesen Link springt er direkt in den Einrichtungsassistenten und macht sich den Einstieg in die sichere EBICS-Welt deutlich einfacher. Über Dialoge fragt ein Assistent alle nötigen Daten ab, um einen neuen EBICS-Benutzer anzulegen.




Der Assistent sorgt auch dafür, dass die Daten jeweils an den richtigen Stellen eingetragen werden. Das ist deshalb besonders komfortabel, weil das System etwa die Abholautomaten über einen anderen Menüpunkt einrichtet als Bankzugänge und Benutzer. Was logisch Sinn ergibt, erfordert jedoch das Wechseln in vielen Reitern und Menüpunkten und damit insgesamt mehr Zeit. Dialoge im Einrichtungsassistenten verhindern, dass wichtige Daten fehlen und ermöglichen so, auch auf einen Blick zu erkennen, welche Informationen überhaupt erforderlich sind. Zuerst gilt es beispielsweise, einen neuen Bankzugang einzurichten – ob das die Bank oder ein Administrator auf Kundenseite macht, ist übrigens egal. Der Dialog fragt alle zugehörigen Informationen ab und zeigt an, wie viel Arbeit noch vor einem liegt. Bei einem neuen Bankzugang kommen immerhin sieben Dialoge zusammen (vgl. Abb. 2).

Sind alle Bankzugänge eingerichtet, folgen üblicherweise die einzelnen Benutzer. Eine kleine Kanzlei möchte etwa für die Inhaberin, zwei angestellte Anwälte und eine Assistentin Kontoberechtigungen einrichten – und zwar individuell verschiedene. Die Chefin möchte natürlich über alle Rechte verfügen, Transaktionen ohne Limit beauftragen und freigeben können und etwa über eine verteilte elektronische Unterschrift für ihre Kollegen Freigaben erteilen. Die beiden angestellten Anwälte dürfen dagegen nur Transaktionen bis zu einer gewissen Höhe alleine freigeben – und die Assistentin darf zwar Zahlungen erfassen, aber nicht freigeben. Alle vier wiederum sollen die Kontoauszüge sehen können, die vom EBICS-Bankrechner abgeholt werden. All das erleichtert ein Dialog, der neue Kollegen für einen bereits erstellten Firmenkunden anlegen kann (vgl. Abb. 3).



Der Start und das Arbeiten mit EBICS im Zahlungsverkehr lässt sich also sehr gut vereinfachen, ohne auf Sicherheit und die Einhaltung von Standards zu verzichten. Der Einrichtungsassistent ist in der Praxis erprobt und bei namhaften Großkunden im Einsatz. Wenn Sie mehr über dieses Feature in TRAVIC-Port wissen möchten, sprechen Sie uns gern an. Wir machen EBICS gemeinsam einfacher.

Autor: Christian Veith

Multibanking – alles in einem Portal

Standards als Grundlage einer vernetzten Prozessautomatisierung

Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts. Dies wird seit Jahren auf allen Digitalkonferenzen gepredigt. Je mehr Daten ein Anbieter von einem Kunden hat, desto besser lässt sich der Kunde clustern und in Zielgruppensegmente einordnen. Dieses Wissen über die Bedürfnisse des Kunden erlaubt es, interessante Zusatzangebote für ihn zu schaffen.

Wenn sich im Rahmen der Digitalisierung die Zugangskanäle zunehmend auf das Internet verlagern, wird die „digitale Bankfiliale“, wie z. B. das webbasierte Firmenkundenportal TRAVIC-Port, zum entscheidenden Kontakt zwischen Bank und Firmenkunde. Gelingt es dem Betreiber am digitalen Point of Sale alle Bankkonten des Kunden auch anderer Banken zu aggregieren und hinter seinem eigenen Portal zu bündeln, hat er die besten Voraussetzungen für einen ganzheitlichen Überblick über den Zahlungsverkehr des Kunden. Je mehr Konten hier gebündelt werden, desto bessere Serviceangebote kann der Betreiber für seine Kunden kreieren.

Das Schlagwort „Multibanking“ steht für diese Funktionalität einer Bündelung des optimalen Zahlungsverkehrs eines Kunden. Beide Seiten - Kunde und Bank - profitieren von dieser Zusammenfassung unter einem Dach. Auch der Kunde erhält einen umfangreichen Überblick seiner Transaktionen. Die Aggregation bezieht sich sowohl auf die Einreichung aller Zahlungsarten, als auch auf die Abholung der Kontoinformationen aller konnektierten Konten. Das Multibanking in einem Portal ermöglicht dem Anwender eine einheitliche, komfortable Benutzeroberfläche für verschiedene Zahlungsverkehrsanbieter unter einem sicheren Zugang - und damit mehr Komfort für seine internen Prozesse. Der Nutzen dieser reibungslosen Automatisierung des multiplen Zahlungsverkehrs steht und fällt jedoch mit der Schnelligkeit der Abwicklung und sauberen Implementierung der Bankserver verschiedener Anbieter. Ein hoher Grad an vernetzten Transaktionen in beide Richtungen erfordert einheitliche Schnittstellen und eine saubere Einhaltung der verabschiedeten Spezifikationen. Die EBICS-basierte Kommunikation von TRAVIC-Port stellt hierbei das sicherste, internetbasierte, technische Protokoll für den SEPA-Raum zur Verfügung. Allzu großzügige Anpassungen und Abweichungen von der Spezifikation verhindern reibungslose Prozesse auf Seiten der Anbieter und stehen der Vision einer hohen, lückenlosen Zusammenfassung des Zahlungsverkehrs entgegen. Hier sollten sowohl die Auftraggeber der Portalanbieter, als auch die Auftragnehmer und Software-Häuser an einem Strang ziehen. Im Gegensatz dazu ermöglichen APIs mit proprietären Schnittstellen die individuelle Anpassung an die technische Umgebung der Bank. Jede Abweichung von Standards verzögert jedoch die reibungslose Integration des komplexen Datenverkehrs. Unpräzise Auslegungen der Spezifikation verringern den Grad an Automatisierung und Durchsatz jeder Anbindung. Je mehr Lücken im komplexen Netzwerk der Multibankanbindungen, desto geringer der Kundennutzen und die Qualität der Auswertung.

Gastautor: Christian Veith